
Gruppentherapie für Männer, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder ausgeübt haben
Ein Projekt des KinderschutzZentrums und des Münchner Informationszentrums für Männer (MIM).
Die therapeutische Arbeit mit Männern, die Kinder sexuell missbraucht haben und/oder Missbrauchsdarstellungen konsumieren, ist nach unserem Verständnis eine notwendige Präventionsmaßnahme und ein wirkungsvoller Schutz für Kinder vor sexueller Gewalt. MAN|N SPRICH|T bietet dafür einen geschützten therapeutischen Rahmen.

Deliktorientierte Therapie: Verantwortung übernehmen
Ziel der deliktorientierten Therapie ist es, die Grundhaltungen und Strategien offenzulegen, mit denen die Männer den Missbrauch rechtfertigen. In der Auseinandersetzung mit der Gruppe sollen sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und problematische Denk- und Verhaltensmuster nachhaltig verändern.
Psychische Belastungen bearbeiten, soziale Stabilität fördern
Viele Teilnehmer sind zusätzlich durch Persönlichkeitsstörungen, Depressionen oder Suchterkrankungen belastet; zufriedenstellende soziale Kontakte und eine partnerschaftlich verhandelte Sexualität fallen ihnen oft schwer. Die Therapie setzt auch an diesen Belastungen an und fördert stabile soziale Kontakte sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Beziehungen.
Unser Angebot: therapeutische Gruppenarbeit über zwei Jahre
Die therapeutische Gruppe umfasst sieben bis acht Teilnehmer und wird aus konzeptionellen Gründen von einer Frau und einem Mann geleitet. Die Teilnahme erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Bei Bedarf ergänzen familientherapeutische Angebote und Helferkonferenzen die Arbeit, um das soziale Umfeld einzubeziehen und möglichen Gefährdungen entgegenzuwirken.

Auszeichnung
Das Projekt „man|n sprich|t“ wurde mit dem Bayerischen Gesundheitspreis der KVB und der IKK classic in der Kategorie „Gesunde Psyche“ ausgezeichnet.
Finanzierung
Das Projekt wird durch das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München bezuschusst. Weitere Mittel stammen aus Eigenmitteln des Kinderschutzbundes München und des Münchner Informationszentrums für Männer.


